Im äußersten Westen Oberösterreichs liegt eine Landschaft, die viele zu Unrecht übersehen: das Innviertel. Zwischen dem Inn im Westen und der Salzach im Süden erstreckt sich eine sanft hügelige Region, die mit Herzlichkeit, bäuerlicher Tradition und einer eigensinnigen Identität aufwartet.

🗺️
~2.250
km²
Fläche (3 Kernbezirke)
👥
~218
Tsd.
Einwohner (Kernregion)
🏘️
3
Bezirke
Braunau · Ried · Schärding
📍
89
EW/km²
Bevölkerungsdichte
🏙️
17.604
EW
Braunau – größte Stadt (2025)
🏔️
836
m
Höchster Punkt (Kobernaußerwald)
🍺
#1
in AT
Größte Brauereidichte Österreichs
✈️
~1
Mrd. €
FACC-Umsatz (Luftfahrt, Ried)
🔩
2.000
MA
AMAG Aluminium, Ranshofen
📅
1779
Jahr
Angliederung an Österreich
🚲
KTM
Mattighofen
Weltbekannter Motorrad- & Fahrradbauer
1084
gegr.
Stift Reichersberg (älteste Institution)

Geschichte & Identität

Das Innviertel blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Als bayerisches Territorium jahrhundertelang geprägt, kam es erst 1779 durch den Frieden von Teschen zu Österreich. Diese bayerische Vergangenheit hat tiefe Spuren hinterlassen – in Dialekt, Architektur und Mentalität. Die Innviertler wissen genau, wer sie sind: bodenständig, direkt, und mit einem verschmitzten Humor gesegnet.

„Das Innviertel ist kein Ort, den man bereist. Es ist ein Ort, den man spürt – in der Stille der Felder, im Duft nach frischem Brot und im Lachen der Menschen." — Regionalchronist, Ried im Innkreis

Vier Bezirke bilden heute das Innviertel: Ried im Innkreis als wirtschaftliches Zentrum, Schärding mit seiner malerischen Barockstadt am Inn, Braunau am Inn mit dem pulsierenden Grenzstadtflair, und Grieskirchen als Bindeglied zum Hausruckviertel.

Natur & Landschaft

Das Innviertel ist eine Kulturlandschaft par excellence. Sanfte Hügel wechseln mit breiten Talmulden, durchzogen von Bächen und Flüssen. Der Inn bildet die natürliche Westgrenze zu Bayern, die Salzach im Süden trennt das Innviertel von Salzburg. Der Kobernaußerwald – ein ausgedehnter Waldkomplex – ist das grüne Herz der Region und bietet Erholung im wahrsten Sinne.

Die Landschaft ist geprägt von der letzten Eiszeit: Moränen, Schotterterrassen und die charakteristischen Stiefeln (trichterförmige Geländeeinschnitte) geben dem Innviertel sein unverwechselbares Gesicht. Besonders im Frühjahr, wenn die Obstbäume blühen, entfaltet die Region eine Schönheit, die Besucher immer wieder überrascht.

Zahlen & Fakten

Bevölkerung nach Bezirken
Einwohner (ca.), Quelle: Statistik Austria
Flächennutzung
Anteil der Nutzungsarten in %
Bevölkerungsentwicklung Innviertel
Gesamtregion (4 Bezirke), 1971–2023 · Quelle: Statistik Austria

Wirtschaft & Landwirtschaft

Die Wirtschaft des Innviertels ist vielfältig und bodenständig. Landwirtschaft prägt das Bild der Region – Milchwirtschaft, Getreide- und Grünlandwirtschaft dominieren. Gleichzeitig hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine solide industrielle Basis entwickelt, besonders in den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung und Lebensmittelindustrie.

Wirtschaftssektoren im Innviertel
Beschäftigte nach Branchen (geschätzt)

Sehenswürdigkeiten

Das Innviertel bietet eine Fülle an kulturellen und natürlichen Sehenswürdigkeiten, die zum Entdecken einladen.

Schärding Altstadt
Stift Reichersberg
Kobernaußerwald
Inn-Radweg
Stadtplatz Braunau
Maria Schmolln

Eigenidentität & Innviertler Stolz

Das Innviertel ist kein Viertel wie jedes andere. Es ist das einzige, das seinen Platz in Österreich erst erringen musste – und diesen Umstand nie vergessen hat.

Weder Bayern noch „typisch Österreicher" – einfach Innviertler.

Wer Innviertler fragt, was sie sind, bekommt selten die Antwort „Oberösterreicher". Die Antwort lautet meistens: Innviertler. Punkt. Diese Eigenbezeichnung ist kein Trotz, sondern das Ergebnis einer 700-jährigen Geschichte zwischen zwei Kulturen – und einer bis heute lebendigen Abgrenzung gegenüber dem fernen Linz.

Der historische Bruch: 1779

Das Innviertel ist das jüngste der vier Viertel Oberösterreichs – und es wurde nicht geboren, sondern verhandelt. Erst im Frieden von Teschen 1779, nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg, wechselte die Region zu Österreich. Jahrhunderte bayerischer Prägung lassen sich nicht per Friedensvertrag löschen.

vor 1779

Das Innviertel gehört fast durchgehend zu Bayern. Dialekt, Recht, Baustil – alles bayerisch geprägt.

1779

Friede von Teschen: Das Innviertel kommt zu Österreich. Die Bevölkerung wechselt den Landesherrn – aber nicht die Seele.

1809

Im Zuge der Napoleonischen Kriege kurz wieder bayerisch – dann endgültig österreichisch. Die Zwischenphase stärkt das Bewusstsein: Man ist weder das eine noch das andere vollständig.

heute

Der Innviertler Dialekt bleibt dem Bayerischen näher als dem Linzer Stadtdeutsch. Sprache als tägliche Erinnerung an die eigene Sonderrolle.

Der Charakter: Sturschädl mit Herzblut

Es gibt kaum eine Region in Österreich, über deren Bewohner so viele Klischees kursieren – und kaum eine, die diese Klischees so selbstbewusst trägt. Der „Sturschädl" (Dickschädel) ist kein Schimpfwort, er ist fast ein Ehrentitel.

💪

Wehrhaftigkeit

Der Innviertler Landler – ein traditioneller Tanz – endete historisch nicht selten in handfesten Auseinandersetzungen. Rauferei als Kulturform, sozusagen.

🗣️

Direkte Art

Man sagt, was man denkt. Kein langes Herumreden, kein höfliches Drumherumschweigen. Wer das nicht kennt, kann es falsch verstehen – wer es kennt, schätzt es.

🌾

Bodenständigkeit

Das Innviertel hat sich wirtschaftlich aus eigener Kraft entwickelt. Landwirtschaft, Gewerbe, Mittelstand – keine Großkonzerne, kein Almosen aus Linz.

🏡

Heimatbewusstsein

Man ist stolz auf die eigene Gemeinde, den eigenen Dialekt, das eigene Brauchtum. Regionaler Zusammenhalt ist keine Phrase, sondern gelebter Alltag.

Die Rivalität: Innviertel vs. Linz

Nirgends entlädt sich die Innviertler Eigenidentität deutlicher als in der Beziehung zur Landeshauptstadt. Linz ist weit weg – nicht nur geografisch, sondern auch mental. Das Misstrauen gegenüber dem „Zentralraum" hat eine lange Geschichte und einen konkreten Kern: das Gefühl, von einer fernen Bürokratie verwaltet zu werden, die die bäuerlich-mittelständische Realität des Innviertels nicht wirklich versteht.

🌾

Das Innviertel sagt über Linz …

  • „Die brauchen uns nur zum Steuernzahlen"
  • „Städter, die keinen Knödel kochen können"
  • „Weit weg von allem, was wichtig ist"
  • „Gut, dass der Inn dazwischen ist"
VS
🏙️

Linz sagt über das Innviertel …

  • „Sturschädlige Bayern-Ableger"
  • „Hinter dem Mond, aber stolz drauf"
  • „Dort fährt man noch mit Traktor zur Arbeit"
  • „Aber der Knödel ist schon gut, das muss man zugeben"

Diese Rivalität mündet regelmäßig in sportliche Leidenschaft: Die Derbys zwischen der SV Ried und den Linzer Klubs – LASK oder Blau-Weiß Linz – sind mehr als Fußballspiele. Sie sind Stellvertreter-Kämpfe zwischen zwei Weltbildern. Zuletzt sorgte das Derby im März 2026 wieder für Schlagzeilen – die Leidenschaft, mit der diese Begegnungen ausgefochten werden, ist ein Spiegel der tiefsitzenden Identitätspolitik.

„Bei einem Rieder Derby geht's ned ums Fußball. Do geht's darum, wer ma sind." — Innviertler Volksmund

Die Sprache der Innviertler

„Red wia da Schnabel gwachsn is" – und der ist bayerisch gwachsn.

Wer zum ersten Mal ins Innviertel kommt und die Leute reden hört, ist erstaunt: Das klingt nicht nach Linz, nicht nach Wien – das klingt nach Bayern. Und das ist kein Zufall. Der Innviertler Dialekt ist das lebendige Erbe von Jahrhunderten unter bayerischer Herrschaft, täglich gesprochen und mit Stolz getragen. Er ist das akustische Erkennungszeichen einer Region, die weiß, wer sie ist.

Sprachwissenschaftlich gehört der Innviertler Dialekt zum mittelbairischen Sprachraum – genau wie der Münchner oder Salzburger Dialekt. Das unterscheidet ihn fundamental vom Linzer Stadtdialekt, der deutlich österreichisch-standardnäher ist, oder dem Mühlviertler Dialekt, der eigene Färbungen trägt. Ein Innviertler und ein Linzer verstehen sich – aber sie hören sofort, dass der andere „von woanders" ist.

Lautmerkmale: Was den Innviertler Dialekt ausmacht

Dialekt Hochdeutsch Linzer Dialekt Besonderheit
heiß heiß haaß Diphthong ei → oa/ei (bayerisch)
Wossa Wasser Wossa „a" statt „er" am Wortende
geh! geh! / na! geh! Aufforderung/Unglaube – universell
Krapfn Krapfen Krapfn Auslassung des Schwa-e – typisch bairisch
fui viel „ui" statt „ü" – klareres bayerisches Erbe
pfiat di auf Wiedersehen servas / baba „Pfüat di Gott" – altbayerischer Abschiedsgruß
griaß di Grüß Gott / Hallo griaß di / servus Verkürzte Form von „Gott grüße dich"
heid heute heit Typische Auslautverhärtung

Kleines Innviertler Wörterbuch

Wörter und Ausdrücke, die man im Innviertel kennen sollte – und die man woanders vergeblich sucht:

Sturschädl
Dickschädel / Sturrkopf
„Er is a rechta Sturschädl, oba er hot Recht g'habt." – Kein Schimpfwort, eher ein Kompliment.
Gfrett
Ärger, Mühsal, Plage
„Des is a Gfrett!" – Wenn etwas umständlich, lästig oder nervig ist.
Hax'n
Beine
„Nimm dei Hax'n her!" – Geh weg, mach Platz. Oder: Schweinshaxe.
Depp
Dummkopf
„Du Depp!" – Je nach Ton Schimpfwort oder herzliche Anrede unter Freunden.
Leiwand
toll, super, großartig
„Des woa leiwand!" – Das war fantastisch. Eines der beliebtesten österreichischen Adjektive.
Haferl
Tasse / Becher
„Mogst an Kaffee aus'm Haferl?" – Das Haferl ist Kult, oft mit Henkel und Spruch.
Schmarrn
Unsinn / Quatsch
„Red koan Schmarrn!" – Rede keinen Unsinn! Auch: Kaiserschmarrn – das Gegenteil von Unsinn.
Kramuri
Kleinkram, Zeug
„Do liegt so vü Kramuri herum." – Unordentliches Zeug, das irgendwo rumliegt.
Hendl
Hähnchen / Hühnchen
„A Brotzeit mit Hendl" – Ohne Hendl ist kein Kirtag komplett.

Typische Redewendungen

🤨
„Des is ma wurscht wia a Brettl."
Das ist mir vollkommen egal – wörtlich: „Das ist mir so egal wie ein Brett (Wurst)."
😤
„I bin net deppert, oba i bin oana."
Selbstbewusste Aussage mit Augenzwinkern – „Ich bin nicht dumm, aber ich bin einer (von uns)."
🥟
„An Knödl schneidest ned."
Erste Regel des Innviertler Knödel-Kodex. Wer schneidet, hat die Gastfreundschaft verwirkt.
🏠
„Bei uns is des scho imma so g'wesn."
Das universelle Innviertler Argument gegen jede Neuerung – gleichzeitig Stolz und sanfter Widerstand.
🌧️
„Wann's ned regnt, hod's g'regnt."
Innviertler Wetterphilosophie – es regnet entweder gerade, oder es hat gerade geregnet. Beides ist möglich.
💪
„Ma redt ned vü, ma schaugt, dassma wos weidabringt."
Man redet nicht viel, man schaut, dass man etwas weiterbringt. Das Innviertler Arbeitsethos in einem Satz.
„Den Innviertler Dialekt hört man sofort. Er klingt nicht wie Linz, nicht wie Wien – er klingt wie zuhause. Und das ist genau so gewollt." — Dialektforscher, Universität Salzburg

Kultur & Brauchtum

Das Innviertel ist ein Hort gelebter Traditionen. Musikvereine, Trachtengruppen und Feuerwehren sind das soziale Rückgrat der Dörfer. Besonders der Innviertler Dialekt – unverwechselbar bayerisch geprägt und doch eigenständig – verbindet die Menschen der Region über alle Gemeindegrenzen hinweg.

Jedes Dorf hat seine Feste: Kirtage, Erntedankfeste, Christkindlmärkte. Die Schärdinger Fasching-Umzüge sind überregional bekannt, ebenso wie das Braunauer Stadtfest.

Einzigartige Bräuche

👹

Innviertler Maschkerer

In den Raunächten zwischen Weihnachten und Dreikönig ziehen verkleidete Gestalten durch die Dörfer – ein archaischer Brauch, der in dieser Form fast nur im Innviertel überlebt hat. Keine harmlosen Kostümfeste, sondern echte Raunachts-Tradition mit Ehrfurcht und Schauder.

🥟

Der Innviertler Knödel

Klein, kompakt, fest. Und er wird gebrochen, niemals geschnitten. Wer mit Messer und Gabel an einen Innviertler Knödel geht, hat gesellschaftlich verloren – und das ist nur halb als Scherz gemeint. Der Knödel ist Identität auf dem Teller.

💃

Innviertler Landler

Dieser traditionelle Tanz ist Ausdruck der Innviertler Lebensfreude – und früher auch ihrer Streitlust. Feste im Innviertel konnten historisch in handfeste Raufereien übergehen, was den Ruf der „Raufbolde" zementierte. Heute tanzt man – meistens – friedlich.

🍺

Kirtag & Geselligkeit

Der Kirtag (Kirchweih) ist das soziale Ereignis des Jahres in jedem Dorf. Hier treffen sich alle – jung und alt, Bauer und Handwerker. Kein Firmenevent ersetzt den Kirtag. Wer fehlt, hat was verpasst. Punkt.

Kulinarisch wartet das Innviertel mit handfesten Schmankerln auf: Innviertler Krapfen, Erdäpfelkäse, Grammelpogatscherl – und natürlich der unverzichtbare Sturm im Herbst, am besten in einer Buschenschank mit Blick über die Hügel.

✦ ✦ ✦
„Wer im Innviertel aufwächst, trägt ein Stück von ihm für immer mit sich – die weiten Felder, den Geruch nach Heu und das Klingen der Kirchenglocken." — Aus einem Heimatbuch, Bezirk Ried im Innkreis

Tourismus & Erholung

Sanfter Tourismus ist das Markenzeichen des Innviertels. Radfahrer schätzen den Inn-Radweg, der auf über 200 Kilometern entlang des Flusses von der Quelle bis zur Mündung führt. Wanderer erkunden den Kobernaußerwald, Reiter genießen die weitläufigen Wiesen.

Die Schärdinger Altstadt – mit ihren charakteristischen bunten Fassaden der Silberzeile – zählt zu den schönsten Barockstadtplätzen Österreichs. Das Stift Reichersberg am Inn bietet Kulturinteressierten Kirchenkunst vom Feinsten. Und wer die Ruhe sucht, findet sie in den zahllosen kleinen Kapellen und Wegkreuzen, die die Landschaft durchziehen.

Gemeindefinanzen

676 Millionen Euro Einnahmen – und ein hauchdünner Überschuss.

Die 112 Gemeinden des Innviertels wirtschaften 2024 insgesamt solide: Einem Gesamteinnahmen von rund 677 Mio. Euro stehen Ausgaben von 673 Mio. Euro gegenüber – der Saldo ist mit +3,3 Mio. Euro knapp positiv. Die Region zeigt damit, was Innviertler eh schon wissen: Man gibt nicht mehr aus, als man einnimmt. Meistens.

💶
676,7
Mio. €
Gesamteinnahmen 2024
📤
673,4
Mio. €
Gesamtausgaben 2024
+3,3
Mio. €
Saldo (Überschuss)
🏭
109,4
Mio. €
Kommunalsteuer gesamt
🤝
249,4
Mio. €
Ertragsanteile vom Bund
🏦
345,5
Mio. €
Darlehensstand gesamt
👷
145,6
Mio. €
Personalaufwand
🏘️
112
Gem.
Gemeinden (3 Bezirke)
Einnahmen & Ausgaben je Bezirk
Mio. € · Rechnungsabschluss 2024 · Quelle: Land OÖ OGD
Steuerstruktur Innviertel
Einnahmenquellen der 112 Gemeinden gesamt

Kommunalsteuereinnahmen nach Bezirk · 2024

Braunau
53,96 Mio.
53,96 Mio.
Ried i. I.
33,91 Mio.
33,91 Mio.
Schärding
21,52 Mio.
21,52 Mio.

Braunau führt dank starker Industriebetriebe (AMAG, KTM, FACC-Zulieferer). Auffällig: Eggelsberg (2.772 EW) erzielt 4,91 Mio. € Kommunalsteuer – Hinweis auf Großbetriebe (B&R / ABB).

Top 10 · Kommunalsteuer
Stärkste Wirtschaftsstandorte im Innviertel
#GemeindeMio. €
1Braunau am Inn BR14,42
2Ried im Innkreis RI11,65
3Mattighofen BR6,69
4Eggelsberg BR4,91
5St. Florian am Inn SD4,07
6Munderfing BR4,03
7Lengau BR3,27
8St. Martin i. I. RI3,12
9Reichersberg RI2,90
10Schärding SD2,51
Top 10 · Gesamteinnahmen
Größte Gemeindehaushalte im Innviertel
#GemeindeMio. €
1Braunau am Inn BR63,59
2Ried im Innkreis RI50,89
3Mattighofen BR24,14
4Schärding SD20,71
5Altheim BR16,03
6Lengau BR14,01
7Andorf SD13,40
8Eggelsberg BR12,04
9Munderfing BR11,70
10St. Florian am Inn SD10,86
Darlehensstand – Top 10 Gemeinden
Gemeindeschulden 2024 in Mio. € · Quelle: Land OÖ OGD-Finanzdaten
„Die Innviertler Gemeinden wirtschaften solide – aber Braunau trägt mit Abstand den größten Haushalt und auch den größten Schuldenberg der Region." — Auswertung Land OÖ Basisdaten Finanzen 2024

Bevölkerungsentwicklung

Das Innviertel wächst – aber nicht gleichmäßig. Während Braunau seit 2001 um über 16 % zulegen konnte, wächst Schärding nur moderat. Insgesamt leben heute rund 22.000 Menschen mehr in der Region als vor 25 Jahren.

👥
232.581
EW (2024)
3 Innviertler Kernbezirke
📈
+10,6
% seit 2001
Bevölkerungswachstum gesamt
🏆
+16,4
%
Stärkstes Wachstum: Bezirk Braunau
📉
+2,6
%
Schwächstes Wachstum: Bezirk Schärding
Bevölkerungsentwicklung Innviertel 2001–2024
Gesamtbevölkerung der 3 Kernbezirke · Quelle: Statistik Austria
Bezirksvergleich: Wachstum 2001–2024
Bevölkerungsveränderung in %
Bezirksvergleich: Bevölkerung 2024
Einwohner je Bezirk

Gemeinderatswahlen 2021

Das Innviertel ist tiefschwarzes, aber zunehmend blaues Land. Bei den Gemeinderatswahlen 2021 dominierte die ÖVP mit knapp 49 %, die FPÖ erreichte 23 %. Die Wahlbeteiligung sank gegenüber 2015 deutlich – ein Trend, der die gesamte Region erfasst hat.

🔵
48,99
%
ÖVP · Innviertel 2021
🔵
22,80
%
FPÖ · Innviertel 2021
🔴
18,76
%
SPÖ · Innviertel 2021
🗳️
72,31
%
Wahlbeteiligung 2021 (2015: 79,7 %)
Stimmenanteile Innviertel 2021
Gewichteter Durchschnitt aller 112 Gemeinden
2021 vs. 2015 – Veränderung
Prozentpunkte Differenz (Innviertel gesamt)
ÖVP & FPÖ nach Bezirk – Vergleich 2021
Gewichtete Stimmenanteile je Innviertler Bezirk
Wahlbeteiligung 2021 vs. 2015 – nach Bezirk
Rückgang der Beteiligung ist im gesamten Innviertel spürbar
„Das Innviertel wählt mehrheitlich schwarz – aber der Trend zu FPÖ und Sonstigen ist unübersehbar. Und wer nicht wählt, nimmt auch zu." — Auswertung OÖ Gemeinderatswahlen 2015 & 2021